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Atomstreit: Ahmadineschad unbeeindruckt vom Westen
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Geschrieben 08 02 2010 - 13:28
Jedes Land der Welt ist in der Lage, Atomwaffen zu produzieren oder zu beschaffen. Und nicht nur A-, sondern ebenso B-,C- oder konventionelle Waffen.
Der Iran bastelt an Atombomben (mit großer Wahrscheinlichkeit) und baut Raketen. Keine Macht der Welt wird das verhindern können. Viele andere Länder besitzen solche Waffen.
Entscheidend ist lediglich die Frage, was sie damit planen zu tun. Hier ist das Regime in Teheran allerdings schon im starken Verdacht, jegliche Waffen als Mittel der Aggression einzusetzen. Wer die Regierung in Teheran nicht beim eigenen Wort nehmen will (z.B. Auslöschung von Israel), muss schon ziemlich lernresistent sein. Wer damals nicht verstehen wollte, was in dem Buch "Mein Kampf" steht, der war ja offenbar auch mit dem Klammerbeutel gepudert.
Da niemand mit Sicherheit sagen kann, ob Waffen tatsächlich eingesetzt werden sollen - was in der heutigen Situation einem Selbstmordattentat ähnelt -, oder ob es lediglich um Erpressung geht, wird es keine Sicherheit geben können. Jede Konferenz ist lediglich Verschwendung von Zeit und Geld. Es gibt nur Aktionen und Reaktionen; das Gerede ist absolut überflüssig und bringt nichts.
Hierzu schreibt Welt Online:
Die Münchner Sicherheitskonferenz ist streckenweise eine Aneinanderreihung offizieller Statements, daheim von den Referenten vorbereitetet und mit der Aktenlage abgeglichen. Manchmal aber ist die Konferenz für eine Überraschung gut, aus der auch der abgebrühte Politiker lernen kann. Diesmal geht der Erste Preis für "Jetzt wissen wir's" an den iranischen Außenminister Manuschehr Mottaki, der eigentlich sofort zurück treten müsste – so heftig ist er von seinem Präsidenten Achmadineschad desavouiert worden.
Mottaki war nach München gekommen, um Agitprop vor elitärem Publikum zu betreiben. Vergangene Woche nämlich hatte Teheran sozusagen Weichspüler in die Uran-Anreicherungszentrifugen gespeist. Ja, man wolle nun doch – vielleicht, eventuell – Uran für den Teheraner Forschungsreaktor zur Anreicherung außer Landes schaffen, just, was das Regime im Oktober scheinbar angeboten, aber dann wieder zurückgezogen hatte.
Auf hastig anberaumten Nachtsitzung der Konferenz verkündete Mottaki mit weicher Stimme und milden Lächeln: "Wir haben keine nuklearen Ambitionen. Wir wollen Kernenergie nur friedlich nutzen." Also, so der Minister, habe sein Chef drei Tage zuvor angeboten, leicht angereichertes Uran (3,5 Prozent, allein für die Energie-Erzeugung zu gebrauchen) ins Ausland zu schaffen, etwa 1200 Kilo, um es von dort in höher angereicherter Form (20 Prozent) zurück zu importieren. Dies für den Teheraner Forschungsreaktor, der allein der Herstellung medizinischer Güter diene. Wann das sein würde? Das sagte er zwei Stunden lang nicht, obwohl ihn sein Gesprächspartner, der schwedische Außenminister Carl Bildt, immer wieder drängte, konkret zu werden.
Tags drauf höhnte der ehemalige saudische Geheimdienstchef, Prinz Turki: "Geschwätzigkeit ist eine persische Erfindung."
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